Schülerinnen und Schüler des Valeria-Koch-Schulzentrums in Fünfkirchen machten sich mit „Mobidik“ vertraut

13. März 2017 - 11:05 - Quelle: - 0 kommentier
Nachhaltigkeit, bewusste Finanzplanung, Informatik und Programmieren – mit diesen Themenbereichen konnten sich Schülerinnen und Schüler in dem mobilen Klassenraum befassen, der fünf Tage lang auf dem Hof des Valeria-Koch-Schulzentrums stand. Der Unterrichtscontainer trägt den Namen „Mobidik“, und genauso heißt auch das Programm, in dessen Rahmen diese Einrichtung neulich in Fünfkirchen stationiert wurde. Das mit vollem Namen „Mobile Digitale Schule“ genannte Programm fügt sich in die digitale Unterrichtsstrategie Ungarns. Seine Mission ist es, die Benutzung moderner digitaler Geräte zu popularisieren.

„Mobidik“ ist ein mit der modernsten Computertechnik ausgestatteter mobiler Klassenraum. Er wurde so gestaltet, dass innendrin alles einen befestigten Platz hat, und dass sogar beim Transport des Containers alles fixiert werden kann. Bei der tagtäglichen schulischen Benutzung bietet er jedoch Schülern und Pädagogen unendliche Freiheit, denn Raum und Geräte können den Ansprüchen der jeweiligen Stunde perfekt angepasst werden.

Im klimatisierten Raum können Bänke und Stühle je nach Art der Stunde im Nu umgeordnet werden, ganz egal, ob die Arbeit in Kleingruppen oder in einem großen Gemeinschaftsraum laufen soll. In dieser Umgebung machen Fernsehen und Notebooks mit Touchscreen, dreidimensionaler Printer und Scanner, sowie 4G Mobilinternet den Unterricht besonders erlebnisreich. Im mobilen Klassenzimmer können die Schüler auch LEGO Roboter steuern, und sich während der Beschäftigungen sogar aneinander messen, wer klügere und geschicktere Roboter bauen kann.

Der Unterrichtscontainer des Programms „Mobidik“ befindet sich derzeit auf einer 15 Schulen umfassenden Reise. An der Pressekonferenz am 10. März, die die Mobidik-Woche in Fünfkirchen abrundete, berichtete Direktorin Ibolya Englender-Hock über die Erfahrungen der Lehrer und Schüler des von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen getragenen Valeria-Koch-Schulzentrums. Den Kindern seien durch kompetente Fachleute anspruchsvolle Inhalte und Spitzentechnologie angeboten worden, und die unterhaltsamen Beschäftigungen hätten zahlreiche Fähigkeiten entwickelt, so die Schulleiterin: „Solche sind zum Beispiel das erlebnisreiche Wahrnehmen, das räumliche Sehen, das logische Denken, aber lassen Sie mir eines hervorheben, was wir in Kontext der Benutzung digitaler Geräte gerne bestreiten: die auf einander angewiesene Teamarbeit, die Gemeinschaftsbildung.“

Beschäftigung, Dr. Judit Czunyi-Bertalan (Mitte)

Dr. Judit Czunyi-Bertalan, die für digitale Inhaltsentwicklung verantwortliche Regierungsbeauftragte sprach sich dafür aus, dass das „Mobidik“-Programm Methoden und Geräte präsentiert, und zugleich auch einen Querschnitt der digitalen Unterrichtswelt gibt, damit man mit Jugendlichen und der Benutzung digitaler Geräte im Alltag nicht nur Zügellosigkeit und Negatives verbindet. „Wir versuchen zu betonen, dass man damit auch Mathe, Geschichte, Physik lernen kann, oder dass mithilfe eines 3D-Printers naturwissenschaftliche Unterrichtsstoffe freundlicher und erlebnisreicher erfasst werden können. In diesem Klassenraum sind außerdem auch Geräte platziert, die man zum Spielen benutzt, und die ebenfalls das methodische Arsenal der Pädagogen erweitern.“

Dr. Péter Hoppál, Ibolya Englender-Hock (rechts)

Parlamentsabgeordneter Dr. Péter Hoppál, der für Kultur verantwortliche Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen betonte vor allem das Ziel, dass die Konkurrenzfähigkeit des ungarischen Unterrichtswesens auch im 21. Jahrhundert bewahrt werden soll. Wir müssten erreichen, dass die sogenannte Generation Z die digitale Kompetenz, der sie eigentlich wie ihrer Muttersprache mächtig ist, entsprechend nutzt. „Diese Innovation versucht nicht nur im Kontext des Informatikunterrichts, sondern auch in Bezug auf alle Fächer die Frage zu beantworten, was für moderne informatische und Software-Entwicklungen wir benötigen, die die effektivere Aneignung des Unterrichtsstoffes unterstützen können.“

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