Beste Rebensäfte der Ungarndeutschen prämiert - Mehr als 700 Weine wurden am landesweiten Weinwettbewerb bewertet

11. April 2018 - 15:19 - Quelle: - 0 kommentier
Auch dieses Jahr kam es zur Prämierung der besten Weine im Branauer Nadasch: am Landesweiten Weinwettbewerb der Ungarndeutschen errangen Kellereine aus Woi, Ödenburg und Seksarddie Ehrentitel „Bester Weiß-, Rotwein bzw. Rosé der Ungarndeutschen 2018”. Weine und Hersteller, die an der vom Nadascher Winzerverein und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen gemeinsam ausgetragenen Ausscheidung am besten abgeschnitten haben, wurden auch diesmal im Rahmen einer großangelegten Gala geehrt.

All die bedeutenden Weingegenden Ungarns – von Ödenburg bis Seksard, vom Matra-Gebirge durch Kumanien bis nach Willand – waren am Landesweiten Weinwettbewerb der Ungarndeutschen vertreten. Eine Rekordzahl an Weinproben ist eingetroffen, die 719 Weine verkostete eine aus 45 Experten bestehende Jury zwei ganze Tage lang. Den Vorjahren ähnlich waren die Nadascher Gastgeber bestrebt, den aus dem ganzen Lande angereisten Juroren optimale Umstände zu bieten, damit sie Klarheit, Geschmack, Aroma und Charakter der Rebensäfte optimal beurteilen konnten – berichtete Hauptorganisator János Hetényi, der Vorsitzende des Nadascher Winzervereins: „Wir versuchen so unparteiisch, gerecht und präzise wie nur möglich vorzugehen, darum entwickelten wir zur Bewertung eine originelle Zweiphasenmethode. Im ersten Schritt verteilen wir die zahlreichen Weinproben unter den neun Jurykommissionen. Die Weine, die sich als gut erweisen, kommen anschließend vor eine sogenannte Spitzenjury, welche die edelsten Tropfen bereits mit gleichem Maß misst. Für uns, Organisatoren, ist wichtig, dass alle Weine die gleichen Möglichkeiten bekommen.“

Laut János Hetényi habe man im Vorjahr auffallend viele Schillerweine nominiert, dieses Jahr hingegen sei jedoch genau das Gegenteil der Fall. Der Jahrgang 2017 sei dank dem ausgezeichneten Wetter sehr gut ausgefallen, vor allem die Rotweine seien enorm kräftig, intensiv und fruchtig geworden. Und dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: neben den vielen Gold- und Silberqualifizierungen ist die Zahl der Goldqualifikationen mit einer Belobigung herausragend hoch.

Der „Weißwein der Ungarndeutschen 2018” ist heuer der Sauvignon Blanc Jahrgang 2017 des Weinhauses Stóbl aus Woi von der Weingegend Neszmély geworden; den Ehrentitel „Rotwein der Ungarndeutschen” darf der Pinot Noir Jahrgang 2015 von Peter Roll aus Ödenburg tragen, und der Titel des „Rosé der Ungarndeutschen“ geht an die Kellerei Prantner in Seksard für den Cabernet Rosé 2017.

Die Weinbeschau in Nadasch blickt auf eine fast dreißigjährige Tradition zurück und ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein landesweiter Wettbewerb. Es handelt sich ungarnweit um den einzigen Weinwettbewerb, an dem kleine Familienunternehmen mit großen Weinbetrieben wetteifern können. Beteiligen dürfen sich übrigens nicht ausschließlich Weinhersteller deutscher Nationalität: der Name des Wettstreits bezieht sich vielmehr auf die Gemeinschaft der Organisatoren, beziehungsweise auf die von Generation zu Generation weitervererbte reiche Weinkultur der deutschen Nationalität.

Die Endergebnisse können Sie ab dem 10. April aus www.zentrum.hu lesen.

LdU - Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
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