Ibolya Hock-Englender: „Wir wollten dem Andenken von Otto Heinek eine ständige Präsenz verleihen“ – Gedenkstätte zu Ehren des verstorbenen Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen feierlich eingeweiht

In der Mitte eine ecce-homo-artige Männergestalt, links davon ein Schutzengel, und auf der rechten Seite eine Pflanze der Pietät: Das Standbild gestaltete der in Nadasch lebende und schaffende ungarndeutsche Bildhauer Anton Dechandt aus Weingartenpfähle, die er vor einigen Jahren von Otto Heinek persönlich für seine künstlerischen Zwecke geschenkt erhalten hat. „Otto mochte meine aus Weingartenpfähle angefertigten Arbeiten”, erzählte der Künstler. „Als er mich einmal besuchte, unterhielten wir uns darüber, dass mir aus diesem Material immer weniger zur Verfügung stehe. Daraufhin bot er mir an, einige Pfähle aus dem Weingarten seiner Eltern zu besorgen. Ich bekam sie auch, habe sie aber aus irgendeinem Grund jahrelang nicht verwendet – es muss wohl ein Vorgefühl gewesen sein, dass ich sie länger aufbewahren soll, weil sie etwas Besonderes sind. Als ich die tragische Todesnachricht von Otto erfuhr, fielen mir natürlich sofort diese Weingartenpfähle ein. Mithilfe bestimmter Personen kamen wir auf den Gedanken, aus diesen eine Gedenkplastik zu Ehren von Otto anzufertigen. Die Erschaffung dieses Werkes war für mich eine besondere Zeit mit vielen Erinnerungen. Ich bin der Hoffnung, die unsere Bekanntschaft kennzeichnende Intimität in dieses Werk mit hineingebracht zu haben, und hoffe, die Menschen durch diese Plastik zum Nachdenken und zur Erinnerung an Otto anzuregen.”

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